Trost der Architektur

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Unter dem schönen Titel „Trost der Architektur“ ist in der Novemberausgabe 2014 von Werk, Bauen und Wohnen eine Besprechung von Midcomfort erschienen. Der Autor Christoph Schläppi schreibt angenehm kenntnisreich, klug und unterhaltsam – nicht ohne im einen oder anderen Nebensatz auch einen leisen Hauch von Kritik unterzubringen, etwa an der stellenweise fehlenden «homogenen Systematik.» Aber das ist nicht nur leicht zu verkraften, sondern auch das erfreuliche Zeichen dafür, dass hier einer das Buch wirklich in Gänze gelesen und durchdacht hat. Und natürlich ist jede Kritik leicht verkraftbar in Anbetracht einer Ehrung wie dieser:

«Ohne Umschweife verwebt er Beispiele aus dem lokalen und schweizerischen Umfeld in die an sich international ausgelegte Publikation und leistet damit nebenher einen Beitrag zur Geschichte der Schweizer Architektur. Die Selbstverständlichkeit, mit der er diesen disparaten Gegenstand im Begriffssystem von Mitte, Komfort, Reform plausibel macht, wäre eine eigene Betrachtung wert.»

Der schönste Absatz des Textes aber wird mir noch die nächsten Tage immer mal wieder ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

«Imhofs kleiner Dampfer pflügt dabei durch viele aufgewühlte Gewässer, beispielsweise, wenn der Autor Fragen wie jener nach der verlorenen Mitte oder dem Masshalten in der Architektur nachgeht. In diesem von überraschenden Gedankengängen und Analogien überquellenden Teil fehlt allein die Metapher des Hurrikans, dessen ruhendes Auge nicht zu Fehlschlüssen über das Geschehen an der Peripherie verleiten sollte.» 

Aus Freude über die hübsche kleine Metapher für Midcomfort habe ich die Kopfzeile dieser Homepage für die nächsten paar Tage leicht abgeändert:


kleiner Dampfer_

(Der Dampfer ist abgeleitet aus einem Piktogramm der Font „Arthur Ornaments“ des Schriftgestalters Andreas Stötzner.)